von Hans-Joachim Becker » 23.03.2016, 20:21
Ich greife hier einmal die Aufgabe von Manfred Wilke auf:
Zwischen zwei bestehenden Gleisenden soll eine S-förmige Gleisverbindung erstellt werden.
Dabei liegt das rechte Gleis horizontal und das linke unter einem Winkel von 7,3°.
In meinem Konstruktionsbeispiel sollen beide Bögen des S den gleichen konstanten Radius haben; ich wähle hier r = 400 mm.
Bitte die angehängte Datei laden! Beschreibung folgt hier:
Schritt 1
1. mittels Freihandlinien erstellen wir eine Gerade horizontal und eine vertikal durch den linken Gleisverbinder des Gleises A.
2. wir möchten einen Bogen mit Radius 400 mm, dazu erstellen wir mittels Freihandlinie einen Kreis mit r = 400 mm (Wintrack zeigt exakte Werte unten rechts in der Taskleiste an!)
3. mittels „Verschieben mit der Maus“ verschieben wir den Kreis mit Mittelpunkt auf die Senkrechte Gerade (Mauszeiger ist Kreismittelpunkt!), wobei der obere Kreisbogen die waagerechte Gerade berührt.
4. Wir zeichnen eine Freihandlinie mittig vom Gleisverbinder des Gleises B unter dem vorgegebenen Winkel von 7,3°; aber ACHTUNG: Wintrack folgt hier nicht der üblichen Konvention der Mathematik (da hätte eine horizontal verlaufende Gerade den Winkel 0°; in Wintrack ist hier der Winkel aber 90°!). Wir müssen rechnen: 90°-7,3°=82,7°, Freihandlinie mit 82,7° zeichnen!!! (Wintrack zeigt exakte Werte unten rechts in der Taskleiste an!).
5. Wir zeichnen eine Freihandlinie mittig vom Gleisverbinder des Gleises B unter dem vorgegebenen Winkel von 7,3° und der Länge des Radius von 400 mm (Wintrack zeigt exakte Werte unten rechts in der Taskleiste an!).
6. Wir Kopieren den Kreis Ka und erhalten das exakte Duplikat Kb, welchen wir mit seinem Mittelpunkt (ist wieder der Mauszeiger) auf den Endpunkt der unter (5) kontruierten Freihandline verschieben.
7. In erster Näherung zeichnen wir mittel Freihandlinie eine Tangente an die beiden Kreise. Anschließend vergrößern wir die Darstellung und positionieren die Tangente an den jeweiligen zwei Kreisen exakter.
8. Wir wählen ein gerades Gleisstück (Mä2200) uns setzen den Gleisverbinder mittig auf den Tangentenberührpunkt Da des Kreises Ka. Anschließend drehen wir mittels Mausfunktion das Gleis mittig zur Tangente und erhalten somit das „Hilfsgleis A“.
9. Wir kopieren das Hilfsgleis A und erhalten das Hilfsgleis B, welches wir mit seinem Gleisverbinder mittig auf den Tangentenberührpunkt Pb des Kreises Kb verschieben.
Nun ist bereits alles Erforderliche Vorkonstruiert und wir können schnell die Gleise erzeugen:
Schritt 2
10 Flexgleis mittels Mauseingabe zwischen Hilfsgleisen A und B = „Tangentengleis“ (in der Datei dunkel grün)
11 Flexgleis mittels Mauseingabe zwischen Gleis A und Tangentengleis, dito zwischen Gleis B und Tangentengleis.
Fertig!
Anmerkung:
Wählt man für die Hilfsgeometrie (Schritt 1, von 1 bis 9) eine andere Ebene, als für die Gleise, so kann man ausschalten und für eventuell spätere Änderungen diese „Hilfsgeometrie-Ebene“ wieder einschalten.
Wir haben also konstruiert und nicht gemalt und probiert!
Wintrack stellt also bereits einige Werkzeuge zur echten Konstruktion zur Verfügung, man muss sie nur anwenden.
Natürlich sind diese Werkzeuge auch noch ausbaufähig. Oder es werden entsprechende Automatismen (für „Nicht-Konstruierer“) eingebaut. Ich habe aber bis jetzt festgestellt, dass es im Grunde (fast) nichts gibt, was mit Wintrack nicht dargestellt werden kann.
Mit konstruktiven Wünschen
Jochen
Ich greife hier einmal die Aufgabe von Manfred Wilke auf:
Zwischen zwei bestehenden Gleisenden soll eine S-förmige Gleisverbindung erstellt werden.
Dabei liegt das rechte Gleis horizontal und das linke unter einem Winkel von 7,3°.
In meinem Konstruktionsbeispiel sollen beide Bögen des S den gleichen konstanten Radius haben; ich wähle hier r = 400 mm.
Bitte die angehängte Datei laden! Beschreibung folgt hier:
Schritt 1
1. mittels Freihandlinien erstellen wir eine Gerade horizontal und eine vertikal durch den linken Gleisverbinder des Gleises A.
2. wir möchten einen Bogen mit Radius 400 mm, dazu erstellen wir mittels Freihandlinie einen Kreis mit r = 400 mm (Wintrack zeigt exakte Werte unten rechts in der Taskleiste an!)
3. mittels „Verschieben mit der Maus“ verschieben wir den Kreis mit Mittelpunkt auf die Senkrechte Gerade (Mauszeiger ist Kreismittelpunkt!), wobei der obere Kreisbogen die waagerechte Gerade berührt.
4. Wir zeichnen eine Freihandlinie mittig vom Gleisverbinder des Gleises B unter dem vorgegebenen Winkel von 7,3°; aber ACHTUNG: Wintrack folgt hier nicht der üblichen Konvention der Mathematik (da hätte eine horizontal verlaufende Gerade den Winkel 0°; in Wintrack ist hier der Winkel aber 90°!). Wir müssen rechnen: 90°-7,3°=82,7°, Freihandlinie mit 82,7° zeichnen!!! (Wintrack zeigt exakte Werte unten rechts in der Taskleiste an!).
5. Wir zeichnen eine Freihandlinie mittig vom Gleisverbinder des Gleises B unter dem vorgegebenen Winkel von 7,3° und der Länge des Radius von 400 mm (Wintrack zeigt exakte Werte unten rechts in der Taskleiste an!).
6. Wir Kopieren den Kreis Ka und erhalten das exakte Duplikat Kb, welchen wir mit seinem Mittelpunkt (ist wieder der Mauszeiger) auf den Endpunkt der unter (5) kontruierten Freihandline verschieben.
7. In erster Näherung zeichnen wir mittel Freihandlinie eine Tangente an die beiden Kreise. Anschließend vergrößern wir die Darstellung und positionieren die Tangente an den jeweiligen zwei Kreisen exakter.
8. Wir wählen ein gerades Gleisstück (Mä2200) uns setzen den Gleisverbinder mittig auf den Tangentenberührpunkt Da des Kreises Ka. Anschließend drehen wir mittels Mausfunktion das Gleis mittig zur Tangente und erhalten somit das „Hilfsgleis A“.
9. Wir kopieren das Hilfsgleis A und erhalten das Hilfsgleis B, welches wir mit seinem Gleisverbinder mittig auf den Tangentenberührpunkt Pb des Kreises Kb verschieben.
Nun ist bereits alles Erforderliche Vorkonstruiert und wir können schnell die Gleise erzeugen:
Schritt 2
10 Flexgleis mittels Mauseingabe zwischen Hilfsgleisen A und B = „Tangentengleis“ (in der Datei dunkel grün)
11 Flexgleis mittels Mauseingabe zwischen Gleis A und Tangentengleis, dito zwischen Gleis B und Tangentengleis.
Fertig!
Anmerkung:
Wählt man für die Hilfsgeometrie (Schritt 1, von 1 bis 9) eine andere Ebene, als für die Gleise, so kann man ausschalten und für eventuell spätere Änderungen diese „Hilfsgeometrie-Ebene“ wieder einschalten.
Wir haben also konstruiert und nicht gemalt und probiert!
Wintrack stellt also bereits einige Werkzeuge zur echten Konstruktion zur Verfügung, man muss sie nur anwenden.
Natürlich sind diese Werkzeuge auch noch ausbaufähig. Oder es werden entsprechende Automatismen (für „Nicht-Konstruierer“) eingebaut. Ich habe aber bis jetzt festgestellt, dass es im Grunde (fast) nichts gibt, was mit Wintrack nicht dargestellt werden kann.
Mit konstruktiven Wünschen
Jochen