von UP4001 » 23.12.2024, 12:16
Moin "Planungsgenie",
Planungsgenie hat geschrieben: ↑23.12.2024, 08:48
mm-genaue Angaben benötige ich für die Übertragung von Rückmelder-/Blocklängen in das Automatik-Steuerungsprogramm.
Lediglich cm-genaue Angaben wären unscharf. Bei 3 Rückmeldern (Eingangs-, Brems-, Haltemelder bspw.) käme man, wenn jeder Melder xy,5mm lang wäre, aufgrund der Rundungen bereits auf eine Ungenauigkeit von 1,5cm. Bei kurzen Blöcken (Lokabstellgleis bspw.) fällt das durchaus auf.
Man misst da besser immer von einer Seite (wie bei CAD Konstruktion) vorzugsweise in Fahrtrichtung. Das minimiert schon mal die Fehlersumme.
In Wintrack sehe ich keine Blockaufteilung; Strecken scheinen durch Gleisabschnitte begrenzt zu sein. Ich habe jedoch nicht getestet, ob man Strecken von Schnitt zu Schnitt anzeigen lassen kann.
Wozu brauche ich eine so exakte Länge im kurzen Abstellgleis? Ich erstelle keine 23,8 cm langen Abschnitt um eine 23,7 cm lange Lok zwischen zwei Grenzzeichen abstellen zu können. Der Abschnitt ist dann 30 cm und hat damit Reserve.
Genauere Anforderungen scheinen mir theroretisch aufgeblasen um der Genauigkeit Willen
Im Weiteren Messe ich lieber am endgültig gebauten Modell die Streckenlänge in der praxis. Das ist dann am genauesten.
Planungsgenie hat geschrieben: ↑23.12.2024, 08:48Auch lassen sich so Unstimmigkeiten vermeiden. Beispiel: ich gebe die Position des Entkupplers innerhalb des Blocks an. Ich gebe die Länge vom linken Blockanfang bis zum Entkuppler an. Als Verifizierung, dass die Angaben stimmen, berechne ich zusätzlich auch die Länge vom Entkuppler bis zum rechten Blockende. Das Ergebnis stimmt nicht, da die die Maßangaben nicht korrekt sind.
Da sind die Positionierungen der Fahrzeuge zu ungenau und die Störquellen zu vielfältig: Haftreifen, Kupplungsspiel und Verschmutzung sind nur die wichtigsten. Beim Märklin-3L System mit Stahlachsen dürfte man noch am genauesten auslösen können, beim 2L-System ist das schon schwieriger. und bei einer Bogenfahrt stimmt die ermittelte Strecke sowieso nicht: sie ändert sich mit der Radseite, die den meisten Gripp hat und entspricht dem Außen- oder dem Innengleis.
Planungsgenie hat geschrieben: ↑23.12.2024, 08:48Je nach Automatikprogramm, Einmessungen und Positionierung der Rückmelder (z.B. Lichtschranke direkt vor Entkupplungsgleis) lassen sich schon genauere Haltepositionen erreichen als +/- 5cm. Eher +/- 5mm.
Und gerade Lichtschranken (Reflexlichtschranken) haben ungenaue Auslösepunkte. Da löst einmal die Kupplung aus, beim nächsten Mal schluckt oder streut die Fahrzeugunterseite das Signal, so dass erst der Trafo zwischen den Drehgestellen erfolgreich detektiert. Da sind plötzlich 10 cm Tolleranz in der Rechnung....
Planungsgenie hat geschrieben: ↑23.12.2024, 08:48Die beschriebenen Längenausdehnungen aufgrund Wärme würden durch die o.g. Ungenauigkeiten die tatsächliche Blocklängen noch mehr verzerren. In meiner Logik gibt man dann eigentlich erst recht genaue Werte ein, damit die Auswirkungen der Wärmeverzerrungen im Rahmen bleiben. Nur weil durch Wärme die Längen sich verändern, gibt man eigentlich nicht extra zusätzlich ungenaue Werte ein?
Nein, nicht extra ungenau, sondern die Realität berücksichtigen und gewissenhaft Meßmethode, Genauigkeit und Reserven wählen. Letztendlich muß der Zug rechtzeitig stehen bleiben immer im Block passen.
Bei genaueren Anforderungen wie Entkuppler lieber am fertigen Objekt messen.
Planungsgenie hat geschrieben: ↑23.12.2024, 08:48Etwas irritiert bin ich doch schon, zumal alle bislang getesteten Gleisplanungsprogramme mm-genaue Angaben erlauben. Bei den meisten kann man per Optionen-Menü sogar auswählen, ob Anzeige in mm oder cm.
Wintrack hat einige sehr gute Funktionen, wegen derer ich mir den Umstieg überlege. Aber mm-genaue Angaben, sprich exakte Maßangaben sind für mich eigentlich elementarste Grundfunktionen eines Gleisplanungsprogrammes... Zumal es programmiertechnisch vermutlich kein großer Zusatzaufwand sein dürfte, ob mm / cm /m ? Aus mm-Angaben kann man sich bei Bedarf cm und m-Werte durch Kommaverschiebungen ermitteln (allen ist gedient), aus m-/cm-Werten jedoch keine mm-Werte.
Ein digitales Anzeigegerät zeigt ggf. auch 1/1000, auch wenn die tatsächliche Genauigkeit 1/10 +/- 1 Digit beträgt. Die hochauflösende Anzeige täuscht hier eine höhere Genauigkeit vor.
Damit die mm Anzeige der Strecke konstruktiv korrekt funktioniert müste die Passgenauigkeit in der Software auf 0 stehen, die Gleiskonstruktionen ausreichend genau und die Herstellertolleranzen minimal. Bei 10 Gleisen mit Tolleranzen um 1 % hat man bei 2 m Gleislänge schon 20 mm Differenz! Da minimiert auch eine Anzeige in mm nicht die Genauigkeit.
Moin "Planungsgenie",
[quote=Planungsgenie post_id=17689 time=1734940087 user_id=3237]
mm-genaue Angaben benötige ich für die Übertragung von Rückmelder-/Blocklängen in das Automatik-Steuerungsprogramm.
Lediglich cm-genaue Angaben wären unscharf. Bei 3 Rückmeldern (Eingangs-, Brems-, Haltemelder bspw.) käme man, wenn jeder Melder xy,5mm lang wäre, aufgrund der Rundungen bereits auf eine Ungenauigkeit von 1,5cm. Bei kurzen Blöcken (Lokabstellgleis bspw.) fällt das durchaus auf. [/quote]
Man misst da besser immer von einer Seite (wie bei CAD Konstruktion) vorzugsweise in Fahrtrichtung. Das minimiert schon mal die Fehlersumme.
In Wintrack sehe ich keine Blockaufteilung; Strecken scheinen durch Gleisabschnitte begrenzt zu sein. Ich habe jedoch nicht getestet, ob man Strecken von Schnitt zu Schnitt anzeigen lassen kann.
Wozu brauche ich eine so exakte Länge im kurzen Abstellgleis? Ich erstelle keine 23,8 cm langen Abschnitt um eine 23,7 cm lange Lok zwischen zwei Grenzzeichen abstellen zu können. Der Abschnitt ist dann 30 cm und hat damit Reserve.
Genauere Anforderungen scheinen mir theroretisch aufgeblasen um der Genauigkeit Willen :roll:
Im Weiteren Messe ich lieber am endgültig gebauten Modell die Streckenlänge in der praxis. Das ist dann am genauesten.
[quote=Planungsgenie post_id=17689 time=1734940087 user_id=3237]Auch lassen sich so Unstimmigkeiten vermeiden. Beispiel: ich gebe die Position des Entkupplers innerhalb des Blocks an. Ich gebe die Länge vom linken Blockanfang bis zum Entkuppler an. Als Verifizierung, dass die Angaben stimmen, berechne ich zusätzlich auch die Länge vom Entkuppler bis zum rechten Blockende. Das Ergebnis stimmt nicht, da die die Maßangaben nicht korrekt sind. [/quote]
Da sind die Positionierungen der Fahrzeuge zu ungenau und die Störquellen zu vielfältig: Haftreifen, Kupplungsspiel und Verschmutzung sind nur die wichtigsten. Beim Märklin-3L System mit Stahlachsen dürfte man noch am genauesten auslösen können, beim 2L-System ist das schon schwieriger. und bei einer Bogenfahrt stimmt die ermittelte Strecke sowieso nicht: sie ändert sich mit der Radseite, die den meisten Gripp hat und entspricht dem Außen- oder dem Innengleis.
[quote=Planungsgenie post_id=17689 time=1734940087 user_id=3237]Je nach Automatikprogramm, Einmessungen und Positionierung der Rückmelder (z.B. Lichtschranke direkt vor Entkupplungsgleis) lassen sich schon genauere Haltepositionen erreichen als +/- 5cm. Eher +/- 5mm. [/quote]
Und gerade Lichtschranken (Reflexlichtschranken) haben ungenaue Auslösepunkte. Da löst einmal die Kupplung aus, beim nächsten Mal schluckt oder streut die Fahrzeugunterseite das Signal, so dass erst der Trafo zwischen den Drehgestellen erfolgreich detektiert. Da sind plötzlich 10 cm Tolleranz in der Rechnung....
[quote=Planungsgenie post_id=17689 time=1734940087 user_id=3237]Die beschriebenen Längenausdehnungen aufgrund Wärme würden durch die o.g. Ungenauigkeiten die tatsächliche Blocklängen noch mehr verzerren. In meiner Logik gibt man dann eigentlich erst recht genaue Werte ein, damit die Auswirkungen der Wärmeverzerrungen im Rahmen bleiben. Nur weil durch Wärme die Längen sich verändern, gibt man eigentlich nicht extra zusätzlich ungenaue Werte ein? [/quote]Nein, nicht extra ungenau, sondern die Realität berücksichtigen und gewissenhaft Meßmethode, Genauigkeit und Reserven wählen. Letztendlich muß der Zug rechtzeitig stehen bleiben immer im Block passen.
Bei genaueren Anforderungen wie Entkuppler lieber am fertigen Objekt messen.
[quote=Planungsgenie post_id=17689 time=1734940087 user_id=3237]Etwas irritiert bin ich doch schon, zumal alle bislang getesteten Gleisplanungsprogramme mm-genaue Angaben erlauben. Bei den meisten kann man per Optionen-Menü sogar auswählen, ob Anzeige in mm oder cm.
Wintrack hat einige sehr gute Funktionen, wegen derer ich mir den Umstieg überlege. Aber mm-genaue Angaben, sprich exakte Maßangaben sind für mich eigentlich elementarste Grundfunktionen eines Gleisplanungsprogrammes... Zumal es programmiertechnisch vermutlich kein großer Zusatzaufwand sein dürfte, ob mm / cm /m ? Aus mm-Angaben kann man sich bei Bedarf cm und m-Werte durch Kommaverschiebungen ermitteln (allen ist gedient), aus m-/cm-Werten jedoch keine mm-Werte. [/quote]Ein digitales Anzeigegerät zeigt ggf. auch 1/1000, auch wenn die tatsächliche Genauigkeit 1/10 +/- 1 Digit beträgt. Die hochauflösende Anzeige täuscht hier eine höhere Genauigkeit vor.
Damit die mm Anzeige der Strecke konstruktiv korrekt funktioniert müste die Passgenauigkeit in der Software auf 0 stehen, die Gleiskonstruktionen ausreichend genau und die Herstellertolleranzen minimal. Bei 10 Gleisen mit Tolleranzen um 1 % hat man bei 2 m Gleislänge schon 20 mm Differenz! Da minimiert auch eine Anzeige in mm nicht die Genauigkeit.